Die Entwicklung des Kernquadrats

Das Kernquadrat wurde in den 80er Jahren von dem Niederländer Daniel Ofman entwickelt. Ofman gilt als eine Art spiritueller Ingenieur, der seit den 70er Jahren stark an einigen spirituellen Strömungen in und außerhalb den Niederlanden beteiligt war.

Qualität und Inspiration, WIKU VerlagMit seinem Buch "Qualität und Inspiration, Zugangswege zur Kreativität" gelang es ihm, die beiden damals vorherrschenden Strömungen "No-Nonsens-Bewegung" und "Transformationsbewegung" miteinander zu verbinden. Die No-Nonsens-Bewegung war auf ein kurzfristiges, pragmatisches Handeln ausgerichtet, die Transformationsbewegung hingegen war davon überzeugt, dass Menschen nur mit einer tieferen Sinngebung ihre tägliche Arbeit miteinander formen können. Ersterer Bewegung fehlte die Sinngebung, letztere war von der harten Realität gebeutelt, die nicht immer Platz für Sinngebung bot. Entscheidend war auch die Erkenntnis, dass ein "transformierter" Mitarbeiter nicht gleich bedeutete, dass die ganze Organisation sich tranformierte.

Bei den Versuchen, das Positive aus beiden Strömungen miteinander zu verbinden, war Ofman der erste mit Erfolg, und zwar mit seinem oben genannten Werk.

Daniel OfmanDas Kernquadrat ist eines von Daniel Ofmans Modellen, welche er aus seiner spirituellen Kreativität heraus entwickeln konnte.

Als der Text dann rund 20 Jahre später ins Deutsche übersetzt wurde, erkannte man die Ähnlichkeiten des Kernquadrats zum Wertequadrat von Paul Helwig (1967). Helwig war Psychologe, Philosoph und Drehbuchschreiber und publizierte einige bedeutende psychologische Werke. Mit dem Wertquadrat schuf er ein Instrument, mit dessen Hilfe sich für jede menschliche Qualität (Ehrlichkeit) die notwendige Gegenqualität finden lässt (Takt und Sensibilität). Doch erst wenn beide zusammen agieren, kann "der Regenbogen aufgehen", wie er es nannte. Denn Ehrlichkeit ohne Takt wird leicht zur brutalen Offenheit. Takt ohne Ehrlichkeit ist schnell nur höfliche Fassade. So muss die Balance zwischen beiden geschaffen werden. Gut beschrieben wird Helwigs Wertequadrat von Friedemann Schulz von Thun in seinem Buch "Miteinander reden" (1989).

Nachdem Daniel Ofman das Kernquadrat geschaffen hatte, entwickelte er es stetig weiter. Heute schätzen viele Organisationen und Länder wie die Niederlanden, Großbritannien und die USA das Kernquadrat als Werkzeug zur Selbsteinschätzung und zum Entdecken sowohl der eigenen Potenziale als auch der der Mitarbeiter und ganzen Teams.

   

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