Unternehmenskultur aktiv gestalten

Unternehmenskultur aktiv gestalten

Kultur ist das, was gelebt wird

„Statt Kulturanalysen durchzuführen und Kulturen irgendwie zu messen versuchen, habe ich im Laufe der Jahre Kulturquadrate immer mehr eingesetzt, um Kultur besprechbar zu machen.“ (Daniel Ofman, Inspiratie en inzet in organisaties, Seite 94).

Eine Organisationskultur ändert sich nicht einfach auf Grund neuer Leitsätze, Führungskräfte, Vorstände oder einem Kultur-Entwicklungsplan. Ebenso wie bei der Ent-Wicklung persönlicher Kernquadrate (sich mit sich selber auseinander setzen) werden bei der Erarbeitung von Kulturquadraten Erkenntnis-Momente erfahrbar. Indem Sie sich mit den Qualitäten ihrer Kollegen und Teams auseinander setzen, kreieren Sie die Möglichkeit, gemeinsam Erkenntnisse über die gesamte Organisation zu erlangen und zu verdichten. D

ie Qualität der Auseinandersetzung und Kommunikation ist hier enorm wichtig, da erst ein guter Prozess die Realisierung von Zielsetzungen gewährleistet, so z.B., dass Leitsätze angenommen und „gelebt“ werden können.

Kultur an der Wand…oder wirklich gelebt in der Organisation?

Sie könnten beispielsweise eine externe Firma beauftragen, mit einzelnen Personen in Ihrer Unternehmung Kernquadrate zu erstellen und von dort aus Kulturquadrate abzuleiten. Diese Ergebnisse könnten auf schönen Postern an den Wänden Ihrer Büros aufgehängt werden und so die vermeintliche Firmenkultur veranschaulichen. Aber würden Ihre Mitarbeiter sich tatsächlich mit diesen Postern identifizieren? Oder würden sie sagen, dass das Management ’sich mal wieder etwas Feines ausgedacht‘ habe?

Wenn Sie zum Beispiel in Kleingruppen anfangen, Kulturquadrate zu erstellen und danach diese Kleingruppen oder Vertreter der Kleingruppen in anderen Zusammenstellungen arbeiten lassen, kreieren Sie einen Austausch, eine diagonale Kommunikation über gemeinsame Qualitäten und Herausforderungen. Ein solches gemeinsames Erlebnis kreiert eine Kultur mit Raum für Verständnis, Anerkennung und Respekt für die gegenseitigen Qualitäten, sowie für offene Ansprache von Allergien und Fallen. Ab hier können Konsens-Entscheidungen über die Werte der Organisation erlangt werden.

Kulturänderung geht nur über Kommunikation und Verhalten

Über die eigene Unternehmenskultur hinaus stoßen wir bei international operierenden Organisationen auf die Kulturen anderer Länder und Gesellschaften. Selbst im eigenen Land gibt es oft kulturelle regionale Unterschiede, die sich auch in den jeweiligen Arbeitsweisen widerspiegeln. Kulturquadrate über andere Länder, die deren Mentalität, Eigenheiten und Betrachtungen einbeziehen, können entscheidend dazu beitragen, dass z.B. die Schnittstellen zu Niederlassungen im Ausland besser aufeinander abgestimmt werden.

Kulturquadrat effektiv anwenden

Somit eignen sich Kulturquadrate in der Organisationsentwicklung dazu, die geeigneten Strukturen und Arbeitsprozesse aufeinander abzustimmen und die jeweiligen ethnischen oder religiösen Eigenheiten zu berücksichtigen. An dieser Stelle gibt es Synergieeffekte mit dem Bereich der Team-Entwicklung. Bei der Organisationsentwicklung wird jedoch der Schwerpunkt auf Infrastruktur, Kommunikationsmittel- und -wege, Richtlinien, Verfahren etc. gesetzt.

Jede Kultur oder Gesellschaft verfügt über ihre Stärken und Herausforderungen und bestimmte Produkte können in dem einen Land besser als in anderen Ländern produziert werden, ebenso wie bestimmte Arbeitsschritte innerhalb einer Unternehmung am besten von einer bestimmten Abteilung oder einem speziellen Team erledigt werden.

Organisations-Ent-Wicklung – Das Freisetzen von Organisations- und Kulturqualitäten

Vergleichbar mit der Persönlichkeits- oder auch Teamentwicklung kann das Freisetzen der kulturellen Qualitäten sowie das optimale Kombinieren und Ausbalancieren dieser Qualitäten die Effizienz und Effektivität eines überregional oder international operierenden Unternehmens deutlich steigern und Reibungsverluste unterschiedlicher Kulturen minimieren.

Mögliche Elemente, um die Zustände zu optimieren sind:

  1. Bewusste Abstimmung, die das Freisetzen (Ent-Wickeln) der Kern-Qualitäten von Kulturen fördert
  2. Kulturbeauftragte je Land bei z.B. internationalen Konzernen, die in einem Team die kulturellen Aspekte abstimmen.
  3. Die Struktur, Organisation, Verfahren etc. optimieren, so dass andere z.B. ethnische Gruppen ihre Kernqualitäten optimal einsetzen und somit optimalen Mehrwert (mehr Werte) kreieren können.

Auch hier kann das Kernquadrat als zentrales Reflexions-Modell oder als Kommunikations-Plattform eingesetzt werden.

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